Direkter Draht zu denjenigen, die in Deutschland Digitalwirtschaft und Innovation gestalten –  unsere Senior Consultant Gina spricht über ihre Eindrücke und Learnings nach dem 1. Jahr Projektmanagement im Executive Search.  

Hallo Gina! Du managst seit einem Jahr als Senior Consultant bei uns Executive Search Projekte. Magst du mal erklären, was sich dahinter verbirgt? 

Bei den Consultants laufen die Fäden eines Search-Projektes bei uns zusammen. Wir erarbeiten gemeinsam mit Kunde, Partner und Analysten die Suchstrategie für eine bestimmte Position, begleiten die Kandidaten durch einen Recruiting-Prozess, werten die Insights vom Kandidatenmarkt für den Kunden aus und verantworten die Steuerung des Projekts. Ein erfolgreiches Projektende besteht dann in der Besetzung einer Position, bei der die Richtigen zueinandergefunden haben. 

Du bist ja mit Projektmanagement-Erfahrung aus dem Mobility-Bereich zu uns gekommen. Was sind die Besonderheiten im Executive Search im Vergleich zum Projektmanagement anderswo?

Wir sind im Executive Search, also bei der Besetzung digitaler Führungspositionen, extrem nahe an den Stakeholdern dran und man merkt, dass die Dringlichkeit in diesen Projekten sehr hoch ist. Schließlich haben wir den Auftrag, eine Position zu besetzen, die entscheidend für die Zukunftsstrategie eines Unternehmens ist. Ein Projekt  dauert eher 3 bis 4 Monate und nicht, wie ich es aus dem öffentlichen Sektor kannte, 2 bis 3 Jahre. Der eigene Impact ist deutlich spürbar und die Feedback-Schleifen sind kürzer und dadurch direkter. 

Was braucht man aus deiner Sicht, um als Consultant in so einem Umfeld  erfolgreich und motiviert arbeiten zu können?

Bei mir sind es vor allem 2 Aspekte, die mich motivieren: Zum einen bin ich ein sehr neugieriger Mensch. Ich finde es reizvoll, dass ich in kurzer Zeit Einblick in ganz unterschiedliche Unternehmen und Branchen bekomme, und jeden Tag mit Leuten sprechen kann, die Digital- und Innovationsthemen in der deutschen Wirtschaft vorantreiben. Allein im letzten Jahr war ich auf Projekten bei einem digital transformierenden Logistik-Mittelständler, einem Energiekonzern und beim Digitalunternehmen Urban Sports Club. 

Und der zweite Aspekt?  

Man muss die Ambition haben, dem Kunden wirklich einen Mehrwert zu bieten. Das geht nur, indem man immer wieder den eigenen Status Quo infrage stellt und hungrig auf neue Themen ist. Wir besetzen Positionen, die es in den meisten Unternehmen noch gar nicht und auf dem Arbeitsmarkt auch noch nicht lange gibt. Selbst mit einem Methodenkoffer und einen ziemlich ausgefeilten Prozess im Rücken kann man bei keiner Suche einfach sein Standardprogramm runterleiern. 

Ein kurzes Resumé nach einem Jahr als Senior Consultant. Ist die Arbeit im Recruiting so wie du sie dir vorgestellt hast?    

Mein Bild vom Recruiting war vor meinem Start hier ziemlich ambivalent. Einerseits ist es diese riesige Stellschraube für Unternehmenserfolg, die in der Geschäftsführung aber oft übersehen wird. Gleichzeitig hat es als Beruf nicht das beste Image, weil viele erstmal denken man würde hier nur Lebensläufe von A nach B schieben. Jetzt kann ich sagen, dass ein guter Recruiting-Prozess wirklich viel komplexer, aber gleichzeitig auch strategisch wertvoller ist als man durch das pure Draufschauen erahnen kann. 

Für alle, die es dir gleichtun und die Erfahrung selbst machen wollen: Was erwartet einen als Consultant bei i-potentials?

Zunächst einmal eine steile Lernkurve in den Projekten, aber auch die Möglichkeit, sich Zukunftsthemen zu erschließen. Ich habe i-potentials beispielsweise erst kürzlich bei einer Debatte zum Thema “Artificial Intelligence im Recruiting” vertreten, und durfte nach der sehr intensiven Onboarding-Phase auch schnell Workshops alleine durchführen. In Sheryl Sandbergs Worten kann man sagen: Ich sitze hier von Tag 1 mit an dem Tisch, an dem über die Zukunft von Organisationen entschieden wird – und nicht bloß in der 2. Reihe.